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Es tut sich was am Rangsdorfer See

 

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) kommt mit dem aus Brandenburg Aktuell bekannten Robur Bus am Freitag, den 10. Mai 2019 um 17.00 Uhr zum Rangsdorf See. Dort wird man mit dem Verein zur Rettung des Rangsdorfer Sees und weiteren Gästen über eine mögliche Sanierung und den ersten Entwurf des Sanierungskonzeptes des Vereins zur Rettung des Rangsdorfer Sees e.V. sprechen.

Es steht nicht gut um den Rangsdorfer See. Er hat die Schulnote 5 für seine Gewässerqualität bekommen. Damit ist der Rangsdorfer See nicht alleine. Über 90 Prozent der deutschen Gewässer sind ökologisch in keinem guten Zustand.

 

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) schreibt jedoch vor, dass auch der Rangsdorfer See bis 2027 einen guten Zustand haben muss. Umweltverbände wie z.B. der WWF und der BUND fürchten eine Aufweichung der Wasserrahmenrichtlinie und hatten fast 380.000 Unterstützer mobilisiert, welche sich im Rahmen einer Bürgerbefragung an die EU-Kommission gewandt haben.

 

Der Verein zur Rettung des Rangsdorfer Sees e.V. fordert die Ziele der  Wasserrahmenrichtlinie  einzuhalten. Doch was sind die aktuellen Aktivitäten der Gemeinde (90% Eigentümer des Sees) zur Rettung des Rangsdorfer Sees?

 

Die Gemeinde möchte den See bis zum 30.11.2020 weiter erforschen, bis die Fördermittel im Dezember 2020 auslaufen und hat dazu einen Antrag bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gestellt.

 

Dem Verein zur Rettung des Rangsdorfer Sees e.V. reicht das aber nicht, den See zwei Jahre lang zu erforschen und fordert deshalb „Den zeitnahen Start einer echten Seesanierung. Mögliche Sanierungsmaßnahmen sind schon seit Jahren bekannt und sollen jetzt umgesetzt werden. Eine Seesanierung würde jetzt mit 90% durch das Land Brandenburg gefördert werden. Wir möchten nicht, das Fördermittel verschenkt werden“.

Drei Kernprobleme des Rangsdorfer Sees

 

Der Rangsdorfer See hat drei Kernprobleme. Dies sind in erster Linie Einträge in den See, welche zu einem zu hohen Phosphorgehalt führen. Der Sauerstoffmangel und die zu geringe Wassersäule durch organische/ nicht organische Sedimente.

 

Erstes Sanierungskonzept liegt vor

 

Der Verein zur Rettung des Rangsdorfer Sees hat verschiedene, wissenschaftliche Untersuchungen und Literatur ausgewertet. Auch eine sehr gute Masterarbeit zur Sanierung des Rangsdorfer Sees aus dem Jahr 2017 wurde genutzt. „Im Ergebnis ist es möglich, Maßnahmen, die in den bestehenden Gutachten und in der Literatur zur Seesanierung genannt werden, umzusetzen“, sagt Scharfenberg.

 

Gegenstand des Sanierungskonzeptes sind zahlreiche Maßnahmen. „Es reicht nicht, den See auszubaggern. Das Thema ist wesentlich komplexer, deshalb benötigt die Gemeinde einen unabhängigen Sachverständigen“, sagt Scharfenberg.

 

Kern des Sanierungskonzeptes ist die sofortige Reduzierung der Einträge, das Anlegen von Gewässerschutzstreifen, die Umwandlung von Ackerland in Grünland (auch hilfreich für das aktuelle Thema: Bienen), das Beschneiden der gewässernahen Pflanzen wie auch die Belüftung des Sees zum natürlichen Abbau der organischen Sedimente.

 

Außerdem schlägt man vor, eine Rinne im See zu baggern, aus der man Sediment entnimmt und die Kanäle in Klein Venedig zu entschlammen. Des Weiteren wäre im Zuge der Belüftung auch eine Phosphorfällung zu erwägen.

 

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, am Freitag, den 10. Mai 2019 um 17.00 Uhr zum Rangsdorfer See zu kommen. Am 11. Mai wird der Beitrag in Brandenburg Aktuell ab 19.30 Uhr gesendet.

 

Mehr Informationen zum Verein und zahlreiche Gutachten finden Sie unter: www.rangsdorfer-see.de