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So sah es einmal aus am

RANGSDORFER SEE

Quelle: Sammlung Rothen

 

HISTORISCHES ZUM RANGSDORFER SEE

 

Der Rangsdorfer See ist mit etwa 246 ha der zweitgrößte See in Teltow-Fläming und liegt nur etwa 10 km Luftlinie südlich von Berlin-Lichtenrade entfernt. Er ist umgeben von dem gleichnamigen Ort Rangsdorf im Osten, der A10 im Norden und Jühnsdorf im Westen.

Seine Entstehung geht etwa 10.000 Jahre zurück und er ist wie viele andere Gewässer auch ein Überbleibsel der letzten Eiszeit. Ursprünglich war er noch größer und wesentlich tiefer. Bohrungen durch Wissenschaftler der FU Berlin haben 2001 ergeben, daß er ursprünglich 30 bis 34 Meter tief gewesen sein soll.

Im 16. Jahrhundert hieß er noch Fehlen, auch Vehling oder Wehling sind als alte Namen überliefert. Zur damaligen Zeit wurde schon Fischerei im Rangsdorfer See betrieben.

Mit dem Ausbau des Zülowkanals vom Rangsdorfer See zum Nottekanal wurde der Wasserspiegel des Sees 1857 um etwa 65 bis 70 cm abgesenkt, dadurch wurde auch die Größe entsprechend verringert. Wo heute das Seehotel steht war Mitte des 19. Jahrhunderts noch Wasser.

1928 wurde die Gemeinde Rangsdorf Eigentümer des Sees. In Diesem Jahr begann die sprunghafte Entwicklung des Ortes, das Land wurde parzelliert und es entstanden neue Siedlungen.

Der erste Vorläufer des Seehotels, das Strand-Kasino wurde 1930 eröffnet. Damals kamen die Berliner in Scharen zum See, 1932 zählte das Strandbad bis zu 15.000 Gäste an Sonntagen.

Im Winter wurde der Rangsdorfer See zunehmend zu einem Paradies für Schlittschuhläufer und die Berliner Eissegler.

1934 wurde das Strand-Kasino um einen Hoteltrakt und Wirtschaftsbauten erweitert und nannte sich fortan Seebad-Casino.

Der Westteil des Sees und das angrenzende Gelände wurden 1998 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt, seit 2004 ist es europäisches Vogelschutzgebiet.

Im März 2010 sind als Ergebnis einer starken Eis- und Schneedecke über 280 Tonnen tote Fische nach dem Auftauen der Eisdecke an die Ufer geschwemmt worden, es waren überwiegend Silberkarpfen.

Im Oktober 2012 wurden etwa 46.000 Wildgänse auf dem Rangsdorfer See gezählt.

Am 21. Februar 2015 berichtete das RBB-Fernsehen über die verschlechterte Wasserqualität im Kanalsystem von Klein-Venedig und über eine notwendige Entschlammung.

Autor: Günter Mehlitz

Anmerkung: Die historischen Fakten wurden den gesammelten Werken des Orts-Historikers Dr. Siegfried Wietstruk entnommen.