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Maßnahmenplan zur Rettung des Rangsdorfer Sees vorgestellt

Seit dem letzten Jahr setzt sich ein Verein für die Rettung des Rangsdorfer Sees ein. Nun hat die Gemeinde Rangsdorf einen Antrag auf Förderung gestellt. Dabei möchte man die Einträge in den See zu bis zum 30.11.2020 untersuchen. Die Förderung läuft jedoch am 31.12.2020 laut der Richtlinie aus. Der Verein Rettung des Rangsdorfer Sees e.V. vermisst konkrete Rettungsmaßnahmen und hat am 01.04.2019 im Seehotel Rangsdorf ein Rettungskonzept für den Rangsdorfer See und eine passende Petition vorgestellt die an diesem Abend noch spontan von ca. 60 Personen unterzeichnet wurde.

 

Bei den von der Gemeinde beantragten Maßnahmen geht es vereinfach gesagt um die Bewertung der Einträge in den See. „Dies ist grundsätzlich sinnvoll, denn nur mit zuverlässigem Zahlenmaterial kann eine nachhaltige Seesanierung umgesetzt werden“ sagt der Vorsitzende des Vereins Oliver Scharfenberg. Es macht jedoch aus Sicht des Vereins keinen Sinn, die Einträge bis zum 30.11.2020 zu untersuchen, wenn das Förderprogramm laut Richtlinie mit einer 100%igen Förderung am 31.12.2020 ausläuft. Der Verein fordert, dass man keine Fördergelder verschenkt und sofort konkrete Maßnahmen beantragt um die Wasserqualität für die Menschen und die Umwelt zu verbessern.

 

Wie stellen Sie sich die Probleme des Rangsdorfer See dar?

 

Diese Frage wurde in zahlreichen Gutachten umfassend beschrieben. Diese sind zum Beispiel Einträge in den See, welche zu einem zu hohen Phosphorgehalt führen und unter anderem ein zu geringer Sauerstoffgehalt.

 

Sedimente im Rangsdorfer See und wie geht man damit um?

 

Oftmals wurde in dem Zusammenhang einer Seesanierung auch über die Beseitigung von Sedimente gesprochen um die Wassersäule zu erhöhen. Man unterscheidet grob gesprochen organische und nicht organische Sedimente. Organische Sedimente können zum Beispiel aus Pflanzen bestehen.

 

Das Ausbaggern oder Absaugen von Sedimenten stellt einen massiven Eingriff in die Natur dar, welchen man laut dem Verein soweit wie möglich vermeiden sollte. Das Kostenrisiko bei eventuellen Belastungen im Sediment stellen zudem ein hohes Risiko für die Gemeinde dar.

 

Zur Beseitigung der organischen Sedimente gibt es auch die Möglichkeit der Seebelüftung. Dabei gibt es neuere Verfahren für eine lineare Belüftung, die sehr gute Ergebnisse erzielt haben und bei denen bis zu 70% der organischen Sedimente durch Belüftung abgebaut wurden. Dieses neuartige Verfahren basiert auf einem Schlauchsystem, welches es eine sehr wirkungsvolle Belüftung des gesamten Seebodens durch zu 10 km lange Schläuche gewährleistet.

 

So konnten zum Beispiel am Flamingoteich in Schönefeld mit diesem Verfahren ca. 70% der organischen Sedimente durch Belüftung abgebaut werden.

 

Der Landkreis Teltow Fläming will den Vorschlag des Vereins prüfen

 

In einem Gespräch mit dem Landkreis Teltow Fläming hat der Verein dieses Behandlungsverfahren im Umweltamt vorgestellt. Die Resonanz war positiv und man hat erklärt, dieses Verfahren gerne im Rahmen einer geplanten Machbarkeitsstudie zu untersuchen, sofern der Kreistag diese im April beschließen sollte.

 

Was sollte am Rangsdorfer See gemacht werden

 

Der Verein fordert, neben der Ursachenforschung das Thema Seebelüftung sofort umzusetzen um die Sedimente auf natürlichem Weg abzubauen und damit die Wasserqualität zu verbessern. Danach sollte eine dauerhafte Belüftung in einem kleineren Umfang installiert werden um der Neubildung von Sedimenten zu reduzieren. Bei einer Reduzierung von bis zu 49 cm organischen Sedimenten, würde dies ganz erheblich zu einer Erhöhung des Seevolumens beitragen.

 

Durch die Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) des Landes Brandenburg RL GewEntw/ LWH vom 19. Februar 2019 wäre eine Belüftung des Sees mit bis zu 100% förderfähig. „Wir sind erstaunt, warum die Gemeinde nicht eine 100%ige Förderung für konkrete Maßnahmen beantragt und sofort etwas für eine bessere Wasserqualität macht“ sagt Oliver Scharfenberg. Die Richtlinie gilt bis zum 31.12.2020.

Petition der Rettung des Rangsdorfer Sees gestartet

Am heutigen Tag startete eine Petition zur Rettung des Rangsorfer Sees welche konkrete Maßnahmen zur Seeretuung wie unter anderem die Belüftung des Sees fordert. Spontan haben fast alle der ca. 60 Teilnehmer der gestrigen Veranstaltung im Seehotel die Petition unterschrieben. Jetzt kann die Petition auch Online geladen, unterschreiben und an den Verein gesendet werden.

Über 2395 Euro durch die ersten Premium Partner und Sponsoren des Vereins

Der Verein bedankte sich auch in seiner gestrigen Veranstaltung beim Seehotel Rangsdorf für die kostenfreie Nutzungsmöglichkeit der Räumlichkeiten und bei den Sponsoren bzw. Premium-Partnern des Vereins, dem Restaurant Knossos, der  bcc - beratung concept capital GmbH, der itv Ingenieurgesellschaft für Theater- und Veranstaltungstechnik mbH, der Karusseit GmbH und bei Günter Mehlitz der in Rangsdorf Radtouren und Wanderungen durchführt sowie der Firma Tilo Stephan Kuststoffservice aus Rangsdorf für die Unterstützung des Vereins.

Weitere Unterlagen:

Die Petition vom 01.04.2019

Beispiel: Seebelüftung am Flamingoteich

Zahlreiche Gutachten und weitere Unterlagen

Foto der Spendenübergabe in 300 dpi

Wappen des Vereins in 300 dpi

Antrag der Gemeinde auf Förderung einer weitere Untersuchung bis zum 30.11.2020

Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) des Landes Brandenburg vom 19. Februar 2019 (gültig bis 31.12.2020)